Mittwoch, 18. Juli 2018

Gipfeltreffen von Putin und Trump in Helsinki



Neue Wege für Russland, USA und die Welt

Nach Korea ein weiterer, öffentlich sichtbarer Schritt, der verdeutlicht, dass die Macht der Kabale gebrochen ist und die Welt globalem Frieden und Befreiung entgegen geht.

Eine Zusammenfassung des bedeutsamen Treffens gab uns der „Nachtwächter“.
Hier ein Ausschnitt:  



Pressekonferenz, Wladimir Putin

Wladimir Putin ist mit den Gesprächsrunden augenscheinlich zufrieden. »Ich denke, wir können es als Erfolg bezeichnen«, heißt es und »der Kalte Krieg gehört der Vergangenheit an«. Die Welt habe sich »dramatisch« geändert und sowohl die Vereinigten Staaten als auch Russland sehen sich »vollkommen neuen Herausforderungen« gegenüber, welche man nur gemeinsam bestehen könne.

»Als größte nukleare Mächte tragen wir eine spezielle Verantwortung zur Aufrechterhaltung der internationalen Sicherheit.«, heißt es und weiter sei es wichtig, den Dialog für strategische Stabilität zu beginnen. Es sei notwendig, die gemeinsame Arbeit in allen Bereichen des Militärs fortzusetzen und den Weltraum frei von Waffen zu halten.

Weiter geht es um internationalen Terrorismus, die diesbezügliche Zusammenarbeit und gemeinsame internationale Sicherheitsinteressen. Es gebe viele übergreifende Interessen, Syrien könne zum »Beispiel werden«, wie internationale Konflikte entfernt und gelöst werden können.

Es ist die Rede von der Zusammenarbeit bei der »Beseitigung humanitärer Krisen in der Gegend«, man habe »alle notwendigen Zutaten«, die Situation in Syrien zu klären. Dazu gehöre auch die Klärung der Situation um die von Israel besetzten Golan-Höhen.

Dann geht es um Korea, Russland sei »froh« darüber, dass die Probleme weitestgehend gelöst wurden, dies aufgrund des persönlichen Einwirkens Präsident Trumps, welcher sich für Dialog, statt Konfrontation entschieden habe.

Als nächstes geht es um den Iran und die IAEA, gefolgt von der Krim und hochrangigen Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und den USA. Angebliche Einmischungen in die US-Wahl habe es nicht gegeben: »Der russische Staat hat sich niemals und wird sich niemals in interne amerikanische Angelegenheiten einmischen«.

»Es ist eindeutig Zeit, unsere Zusammenarbeit im kulturellen und humanitären Bereich wiederherstellen.«, sagt Putin. Man müsse über »die Praktikabilität« der Beziehungen nachdenken, »aber auch über die Rationalität und die entsprechende Logik dessen, und wir müssen Experten für bilaterale Beziehungen einschalten, welche die Geschichte und den Hintergrund unserer Beziehung [sic.!] kennen.«

Man sei zwar nicht in allen Fragen zu einer Einigung gekommen, doch sei dieses Treffen »ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung«, schließt der russische Präsident.


Pressekonferenz, Donald Trump

„Seit der frühesten Tage unserer Republik haben unsere Führer verstanden, dass Diplomatie und Zusammenarbeit Konflikt und Feindschaft vorzuziehen ist.«, sagt Donald Trump. »Ein produktiver Dialog« sei nicht nur für die USA und Russland gut, »sondern er ist gut für die Welt.«

Unterschiedliche Ansichten seien »lange besprochen« worden und man sei sich einig, dass »gemeinsame Interessen« notwendig seien, um »die Probleme zu lösen, denen sich unsere Welt gegenüber sieht«, führt der US-Präsident aus.

»Im vergangenen Jahrhundert kämpften unsere Nationen gemeinsam im Zweiten Weltkrieg« und selbst während der Spannungen des Kalten Kriegs seien die Vereinigten Staaten und Russland in der Lage gewesen, einen nachhaltigen Dialog aufrechtzuerhalten.

»Doch unsere Beziehung war niemals schlechter als sie es jetzt ist. Dennoch, dies hat sich verändert, vor ungefähr vier Stunden.«, sagt Trump und »konstruktiver Dialog« zwischen den beiden Ländern eröffne »neue Pfade in Richtung Frieden und Stabilität in unserer Welt«. Weiter führt er aus: »Ich würde eher ein politisches Risiko eingehen, um den Frieden zu erlangen, als den Frieden für Politik zu riskieren.«

Trump habe den russischen Präsidenten auf die angebliche “Einmischung“ Russlands in die US-Wahl 2016 angesprochen und man habe lange darüber gesprochen. Putin möge sich selbst dazu äußern, er habe »eine interessante Idee«, heißt es.

Der US-Präsident habe Wladimir Putin über die Entnuklearisierung Nord-Koreas auf den neusten Stand gebracht, Putin und die USA wollen zusammenarbeiten, um dies zu vervollständigen. Sowohl die USA als auch Russland haben unter »islamischem Terrorismus gelitten«, betont Trump und die Geheimdienste werden zusammmenarbeiten, um die Bürger der beiden Länder vor »dieser weltweiten Bedrohung« zu schützen.

Die USA sei im vergangenen Jahr in der Lage gewesen, die Russen vor einer geplanten Attacke in St. Petersburg zu warnen, welche von den Russen vereitelt wurde. Putin habe im Anschluss angerufen, um sich zu bedanken, was von Trump wertgeschätzt wurde.

Im Weiteren geht es um den Iran und dessen »ambitionierte Gewalt-Kampagne«. Die „Krise in Syrien ist eine komplexe“, sagt Trump und die Kooperation zwischen den beiden Ländern habe das »Potential, hunderttausende Leben zu retten«. Der Iran werde nicht von ISIS profitieren, denn ISIS sei in der Region nahezu »ausgemerzt« worden.

»Das heutige Treffen in Helsinki ist nur der Beginn eines längeren Prozesses.«, betont Trump und führt weiter aus: »Wir haben die ersten Schritte in Richtung einer leuchtenderen Zukunft beschritten, mit einem starken Dialog und einer Menge Überlegungen«. Amerika wünsche sich »Freundschaft, Zusammenarbeit und Frieden« und der Tag sei »sehr konstruktiv« gewesen. Dies sei im Interesse beider Länder und man habe sich geeinigt, diesen Weg weiter zu beschreiten.


Fragerunde

Zum Thema Energie sagt Trump, die USA seien der stärkste Anbieter und werden gegen Nordstream 2 auf Wettbewerbsbasis antreten, da Russland diesbezüglich als Konkurrent gesehen wird. Er erkenne jedoch an, dass es einen Vor-Ort-Vorteil für Russland gibt. Putin sagt, dass man zusammenarbeiten solle und die internationalen Märkte „regulieren“ könne, da keine der beiden Seiten an einem Preisverfall interessiert sein kann.

Bezüglich der Beziehung der beiden Länder zueinander betont Trump, dass sich beide Länder in der Vergangenheit »dumm« verhalten haben und der jetzt stattfindende Dialog »vor langer Zeit« hätte aufgenommen werden sollen. Beide Seiten »haben Fehler gemacht« und die Mueller-Ermittlungen seien eine Katastrophe, da sie die beiden Länder voneinander getrennt gehalten habe.

Putin ergänzt, dass man sich von »dem Gedanken verabschieden« müsse, dass Trump und Putin sich gegenseitig »vertrauen«. Beide vertreten die Interessen ihrer jeweiligen Länder, dabei gebe es gemeinsame Interessen und bei unterschiedlichen Interessen »halten wir nach Möglichkeiten Ausschau, unsere Differenzen in Einklang zu bringen«.

Putin betont, dass man sich »von Fakten« leiten lassen sollte und nicht von innenpolitischen Interessen. Es gebe keine Fakten, welche „Absprachen mit Russland“ bestätigten, die Vorwürfe seien »vollkommener Unsinn«. Weiter stellt er mit Bezug auf auseinandergehende Meinungen in den USA die Frage in den Raum, ob es für die Wählerschaft »nicht natürlich ist, mit einer Person zu sympathisieren, welche willens ist, die Beziehungen zu unserem Land wiederherzustellen?«

Dann nimmt Putin ausführlich Position ein und bezieht sich auf eine Vereinbarung zwischen Russland und den USA aus dem Jahr 1999, welche die gegenseitige Unterstützung auf juristischer Ebene zum Gegenstand hat. Der Sonderermittler Robert Mueller, welcher offiziell nach wie vor in Sachen „Absprachen mit Russland“ ermittelt, möge doch nach Russland kommen und etwaigen Verhören der angeblichen zwölf russischen „Agenten“ beiwohnen, welche in den USA angeklagt wurden.

Im Gegenzug sollen die US-Behörden dann, in Gegenwart von russischen Beamten, US-Beamte (im FBI, Justizministerium, etc.) befragen, von denen Russland annimmt, dass diese auf russischem Territorium gegen russisches Recht verstoßen haben.

Dann spricht der russische Präsident ausdrücklich Bill Browder an, einen in Amerika geborenen Briten, welcher als Mitbegründer den Posten des CEO von Hermitage Capital Management (ein Investmentfond, welcher zeitweise der größte ausländische Portfolio-Investor in Russland war) innehat.

Laut Putin haben „Geschäftspartner von Herrn Browder“ $ 1,5 Milliarden in Russland verdient, dafür jedoch weder in Russland noch in den USA Steuern gezahlt. Das Geld sei in die Vereinigten Staaten transferiert worden und $ 400 Millionen davon landeten bei der Clinton Foundation – dies »mag legal gewesen sein, was die Spende angeht, aber die Art, wie das Geld verdient wurde, war illegal«, betont er.

Anmerkung:
Diese Aussage ist ein überdeutlicher Hinweis darauf, dass sich Russland und Putin sehr wohl über die Hintergrundstrukturen im Klaren sind und dass diese in dieser Form öffentlich angeprangert werden, wirft einen erheblich größeren Schatten, als es von den hiesigen Spottdrosseln dargestellt wird.

Der Wahlkampagne von Hillary Clinton wird hier unverblümt Illegalität vorgeworfen, was eine deutliche Botschaft gegen die Schattenstaatler in den USA und andernorts darstellt. Interessant auch der Hinweis von Putin auf den »angemessenen legalen Rahmen«, denn dies ist derselbe Hintergrund, welcher auch dem unsäglich zähen Fortschreiten der Geschehnisse in Übersee zugrunde liegt.

Die USA und Russland werden in Bezug auf »Israels Sicherheit« zusammenarbeiten, heißt es von Trump und er betont weiter, dass die Militärs der beiden Länder »sehr gut miteinander auskommen« und sie ihre Aktionen »in Syrien und andernorts miteinander koordinieren«.

Putin bekräftigt Trumps Aussagen und verweist auf die »humanitäre« Situation, mit Flüchtlingen in vielen an Syrien grenzenden Ländern, denen aktiv geholfen werden soll, was den »Migrationsdruck auf die europäischen Staaten« um ein »Vielfaches« mindern werde.

Dann findet Putin eine Überleitung zum Fußball und überreicht Trump einen WM-Ball mit den Worten: »Herr Präsident, ich übergebe Ihnen diesen Ball und nun ist der Ball auf Ihrem Platz.« [… Boom!]

Abschließend fordert ein AP-Reporter eine klare Stellungnahme von Trump in Bezug auf angeblich von US-Diensten »bestätigte« Einmischung der Russen in die US-Wahl und fragt frech, ob Trump Putin »warnen« wird, »es niemals wieder zu tun«.

Trump kontert mit der Frage: »Wo ist der Server?«, dies in Bezug auf den e-Mail-Server des Demokratischen Nationalkomitees und zu der Tatsache, dass die Demokraten besagten Server nicht an das FBI aushändigen wollten und das FBI vor die Tür setzten. Weiter bringt Trump »den pakistanischen Herrn«, Imran Awan, ins Spiel, welcher in seiner Funktion als IT-Mitarbeiter der Demokraten eine Reihe von Servern des Demokratischen Nationalkomitees aus dem Weg geräumt hatte.

Dann geht er auf die 33.000 e-Mails von Hillary Clinton ein, von denen mindestens ein Teil auf dem Laptop von Anthony Weiner gefunden wurden, welcher jedoch nach wie vor unter Verschluss ist. Putin übernimmt an dieser Stelle, indem er seine Tätigkeit als Agent des russischen Geheimdienstes in den Vordergrund stellt und anmerkt, dass er »weiß, wie Dossiers erstellt« werden (in der Übersetzung: „how dossiers are made up“ » to make up = erfinden, umgangssprachlich: sich aus den Fingern saugen), womit er einen Bezug zum berüchtigten und klar widerlegten “Steele-Dossier“ herstellt.

Der Reporter von AP wird von Putin direkt angesprochen, indem er ihn fragt, ob dieser die USA für eine »Demokratie« hält und hinzufügt, dass juristische Fragen in »demokratischen Staaten« in einem »Gerichtsverfahren« entschieden werden und nicht von den Ermittlungsbehörden.

Dann fragt Putin, ob solche Leute »wie George Soros beispielsweise«, mit seinem »Multimilliarden-Kapital« für die USA sprechen und verweist einmal mehr auf die bestehende Vereinbarung zur juristischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Der AP-Reporter lässt jedoch nicht locker und bedient weiter das Fake-News-Narrativ, indem er Putin nach der Krim und »kompromittierendem Material« von Trump und seiner Familie fragt.

Es dauert einen kurzen Moment, bis die Übersetzung angekommen ist und Putin lacht, bevor er die gegensätzlichen Standpunkte in Bezug zur Krim darlegt und dann mit einer abwinkenden Handbewegung sagt: »Ja, ich habe diese Gerüchte gehört, dass wir angeblich kompromittierendes Material über Herrn Trump gesammelt haben, als er Moskau besucht hat.«, doch er habe nicht einmal gewusst, dass Trump als Privatmann in Moskau war und bezeichnet die Gerüchte als »Unsinn« und fordert dazu auf, diese nicht weiter zu beachten.


Weiter und Videos (englisch):
http://n8waechter.info/2018/07/beobachtungen-zum-gipfeltreffen-in-helsinki/